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Tazzetta Twincup
the
new design ! Lobitz
Tazzetta
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Die Geschichte meines VW SP-2
Die Geschichte meines VW SP-2 begann im Jahr 1986, als ich während
meines Studiums die Fahrzeugsammlung bei Karmann besuchte. Ich entdeckte
den SP-2 und wußte sofort: So ein Auto mußt Du haben. Die gestreckte
Form mit dem einmalig runden Heck hat mich fasziniert. Ich sammelte
jegliche Informationen über den SP-2 die ich bekommen konnte.
Mittlerweile war ich berufstätig und ich mußte das erste verdiente
Geld ausgeben. Nachdem es nahezu hoffnungslos war, einen guterhaltenen
SP-2 in Deutschland zu kaufen, hat ein Freund der Familie über
Freunde in Brasilien einen SP-2 für mich importiert, was wegen Ausfuhrbeschränkungen
mit Schwierigkeiten verbunden war. Nach zwei Jahren ungeduldigen Wartens
fuhr ein gutaussehender SP-2 in der Originalfarbe Verde-Hippie (lindgrün)
mit eigener Kraft vom LKW in meine Garage. Es waren nur wenige Macken an
der Karosserie zu erkennen und zwei kleine Löcher im Bodenbereich.
Die vordere Stoßstange war beschädigt und die Bremse wurde ihrem
Namen nicht gerecht. Aber der Motor war von außen trocken und lief.
Jeder, auch Freunde mit Erfahrung, bestätigten mir die gute Substanz
des Fahrzeuges.
Als erstes habe ich den SP-2 verkehrstüchtig hergerichtet, um
ihn mit rotem Kennzeichen bewegen zu können. Gleich beim Instandsetzen
der Bremsanlage traf ich auf die ersten Probleme. Die Bremssättel
waren fest, der Hauptbremszylinder war undicht und es gab keinen passenden
Ersatz. Die Innereien waren nach langem Suchen zu bekommen und so konnten
sie ersetzt werden. Einige Bremsenteile passen vom VW Typ 3.
Der Motor erhielt nur eine große Inspektion und die Wärmetauscher
vom Käfer, da keine eingebaut waren. Die Diagonalreifen-"Slicks" wurden
gegen Uniroyal Radialgürtelreifen getauscht, die laut früheren
Käfer-Tests am besten für die Pendelachse geeignet sind.
Jetzt konnte es erstmal losgehen.
Ich war überrascht, wie schön der SP-2 fährt. Um die
notwendigen Änderungen für eine Zulassung bereits vor der eigentlichen
Restauration zu besprechen, fuhr ich zum TÜV nach Ingolstadt.
Dort fühlte man sich jedoch überfordert und schickte mich zur
TÜV-Hauptstelle nach München. Ein freundlicher TÜV-Mann
sah sich alles an und stellte eine Liste zusammen, was zu tun sei. Unter
anderem Anbringen von Zusatzrückstrahlern, Austauschen der Scheinwerfer
und Schließen zweier Rostlöcher im Boden.
Über den folgenden Winter habe ich zunächst die Innenausstattung
gereinigt, die schwer sonnenbeschädigte Armaturentafel und die Mittelkonsolen
selbst mit Leder bezogen.
Im Frühjahr '89 fuhr ich dann mit dem SP-2 auf eigener Achse von
Ingolstadt nach Fehmarn. Ein dort lebender Kommilitone und Freund mit viel
Restaurationserfahrung wollte mir helfen, den SP-2 in seiner Werkstatt
zu restaurieren. Doch nach dem ersten Vordringen unter den Lack wich unsere
Euphorie tiefer Bestürzung. Zum Vorschein kamen Rost und Polyestermengen
ungeheuren Ausmaßes! Das verrückte war, daß die
Polyesterreparaturen wirklich perfekt geglättet und lackiert waren.
Der scheinbare Originallack mußte überall entfernt werden und
das weitere muß wohl nicht erwähnt werden. Sogar die Innenseiten
des Kofferraumes und die Dichtungsflansche waren mit Polyester und
Lack hergerichtet.
 Mein Freund hatte nun alle Hände voll zu tun, ohne Reparaturbleche
oder Vorlagen neue Bleche anzufertigen. Stück für Stück
hat er immer gewaltigere Rostnester durch Blech ersetzt. Die handgefertigten
Blechteile wurden mit Nullfugen eingepaßt, damit beim Schweißen
möglichst wenig Verzug auftritt. Es war für mich eine endlose
Zeit, da ich nur bei kurzen Besuchen aktiv mithelfen konnte. Zusätzlich
verzögerte das Studium meines Freundes die Fertigstellung. Aber der
Fortschritt war unaufhaltsam.
Als das scheinbar endlose Warten auf die wirklich aufwendigen Karosseriearbeiten
vorbei war, holte ich den SP-2 per Trailer nach Hause. Die restlichen Arbeiten
schritten gut voran und die endgültige "Hochzeit" von Chassis und
Aufbau erfolgte problemlos, nachdem ich das Chassis, die Schwellerunterseiten
und den Motorraum lackiert hatte.

Doch dann im Frühjahr 1992 folgte das Lackdrama. Der Lackierer
war mit dem Komplettauftrag, das Auto innen und außen super zu lackieren,
total überfordert. Einen Teil der Flächen hat er gut vorbereitet,
dann aber stark nachgelassen. Die Karosserie war eine einzige Wellenlandschaft.
Doch das schlimmste war, daß er meinte, wenn er schnell die Farbe
"darübertüncht" werde ich schon zufrieden sein. Es war eine Katastrophe.
Kofferraum und Innenraum waren über allem Dreck mit dickem Sprühnebel
bedeckt. Schlecht zugängliche Stellen, wie die Schürzenunterseite
vorne oder die Regenrinnen, hatten teilweise nur Farbe von weitem gesehen.
Das schön mit Chassislack gestrichene Chassis mit Achsen hatte er
kaum abgedeckt.

Um das so total entwertete Fahrzeug zu retten, entschloß ich
mich zum Kauf von großen Mengen Schleifpapier. Die größeren
Wellen habe ich mit Schleifklötzen geglättet. Meist war genug
Spritzspachtel aufgetragen, so daß ich nur abtragen brauchte. Dabei
stellte sich bei einer Tür heraus, daß auf der gesamten Fläche
Spritzspachtel aufgetragen war, der nicht ausgehärtet war. Er ließ
sich mit dem Fingernagel abkratzen. Den Kofferraum und Innenraum habe ich
dann selber lackiert.
Der nächste Lackierer hat mich dann aber für das Leid entschädigt.
Er hat mit Sorgfalt ein schönes Auto entstehen lassen. Der erhebende
Anblick ließ mich und meine Frau, die mich während der ganzen
Zeit unterstützt hat, Hoffnung schöpfen, daß die Restauration
bald ein Ende nimmt.
Über die Montage brauchen nicht viel Worte verloren zu werden.
Dichtprofile gibt es am laufenden Meter. Die wichtigsten Hindernisse waren
die Stoßstangen und die Kennzeichenlichter. Die Original-Stoßstangen
sind PU-Teile auf Blechträgern. Diese waren beschädigt und hatten
dicke Rostbeulen. Um die labilen Teile nachfertigen zu können, habe
ich sie (vor dem Lackieren) an die Karosse angeschraubt und eine Negativ-Form
ablaminiert. Darin habe ich neue Positive laminiert, welche ich
geglättet und lackiert habe. Die Kennzeichenlichter habe ich aus dem
Urlaub in Brasilien mitgebracht. Obwohl diese Teile vom vielgebauten VW
Brasilia sind, waren sie schwer zu bekommen, überhaupt waren damals
für den SP-2 kaum Ersatzteile auffindbar, da er auch in Brasilien
schon ein echter Exote ist. Es gab auch dort nur noch irgendwelche Reste
und gebrauchte Teile. Aber mehr dazu im Link "Ersatzteile".
Der große Tag ließ sich nicht mehr aufhalten. Als der SP-2
komplett fahrfertig war, mit rotem Kennzeichen und neuer Batterie, haben
sich meine Frau und ich ohne "Blaumann" ins Auto gesetzt. Ich hatte den
Anlasser seit 3 1/2 Jahren nicht einmal betätigt, auch nicht probeweise.
Es war der erste Startversuch. Nach ca. 30 Sekunden sprang unser SP-2 an
und wir fuhren los.
TÜV und Zulassung erledigten sich dann fast wie von selbst. Um
die weite Anfahrt nach München zu sparen, versuchte ich mein Glück
bei
einer kleinen TÜV-Stelle ganz in der Nähe, wo man kein Problem
in einer Abnahme sah. Es waren nur noch wenige Änderungen notwendig
und der TÜV-Segen wurde erteilt.
Schwieriger war da schon die Erstellung des Wertgutachtens. Ich wandte
mich an einen von "Markt" empfohlenen Gutachter, der mit Classic-Data zusammenarbeitet.
Bei Classic-Data tat man sich allerdings schwer, ein Bewertungszertifikat
zu erstellen, wegen dem echten Exotenstatus. Orientiert am normalen Karmann
Ghia spiegelt das Gutachten in etwa den Marktwert wieder, da dem Gutachter
ein Ermessensspielraum bleibt.
Inzwischen haben wir mit dem SP-2 schon viele problemlose Kilometer
zurückgelegt, mit dem schönsten Volkswagen der Welt.

Restauration

Übersicht über die wichtigsten Arbeiten:
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Mein SP-2 wurde von Grund auf neu aufgebaut. Das heißt, Polyesterschichten
die mehrere Zentimeter dick waren, wurden entfernt. Darunter taten sich
riesige Rostlöcher auf.
Anschließend wurden die äußeren Bleche neu angefertigt
und auf dem rostigen Unterbau angepasst.
Daraufhin wurden die äußeren Bleche wieder entfernt und
der Unterbau erneuert. Nur so war es möglich, ohne Vorlagen eine gute
Genauigkeit der äußeren Bleche zu erreichen.
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Dann wurden die äußeren Bleche mit Null-Fugen eingepasst,
damit sie sich beim Schweißen nicht verziehen, und verschweißt
sowie verschliffen.
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Da die Karosserie schon original nicht sehr genau war, wurden die Hauben
und Türen aufwendig in die Kontur eingepasst.
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Viele Hohlräume waren für eine Versiegelung nicht zugänglich,
ausserdem konnte oft Wasser nicht abfließen. Hier wurden Öffnungen
zugefügt.
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Die Wasserablaufkästen unter der Windschutzscheibe wurden komplett
erneuert und mit dickeren Ablaufschläuchen versehen.
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Versiegelt wurden die Hohlräume mit RLS von Ovatrol, einem Kriechöl,
das auch durch Bördelflansche sickert.
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Das Chassis wurde mit Blacky Chassislack von Ovatrol lackiert.
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Der Hauptbremszylinder und die Bremssättel vorne wurden überholt,
die Bremszylinder hinten und alle Leitungen und Beläge wurden ersetzt.
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Der Motor wurde nur gewartet und mit neuen Elektrikkomponenten versehen.
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Die Instrumententafel sowie die Konsolen wurden mit schwarzem Leder
überzogen, da sie von der Sonne zerstört waren.
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Der Einsatz mit den Instrumenten wurde mit naturfarbenem Leder bezogen,
um den Plastiklook zu vermeiden.
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Alle übrige Innenausstattungsteile wurden gereinigt und überholt.
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Die Elektrik war total wirr "repariert" und musste in Ordnung gebracht
werden.
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Die roten Zierstreifen aussen wurden mit neuer roter Folie beklebt.
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Die Stoßstangen wurden aus Laminat neu hergestellt. Dazu wurden
die beschädigten und labilen Originale an die Karosserie geschraubt
und eine Negativ-Form am Fahrzeug hergestellt. In dieser Form wurden neue
angefertigt.
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Der Frischluft-Gebläsemotor erhielt neue Bronze-Lagerbuchsen.
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Die Rücklichtgehäuse wurden überholt und mit neuen Lampenfassungen
versehen.
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Die verbeulten Dach- und Fensterzierleisten wurden gegen flexible Kunststoffzierleisten
getauscht.
-
Diverse Dichtungen wurden erneuert.
-
.... und viele viele andere Arbeiten.
-
Letztes Jahr bekam ich neue Originalzierleisten für die Front
neben dem VW-Logo !
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Overview, the most important works:
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My SP-2 was reconstructed completely. That means, Polyester, some centimeters
in thickness, was removed and huge rusty holes appeared.
Then new outer panels were made and placed on the rusty ground.
After that, they were removed and the rusty ground was replaced. Only
this way, the outer panels could be made with the right shape.
-
Then, the outer panels were fitted with zero-gaps around, so they do
not deform during welding, then they were welded and finished.
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Because the car was not very exact in original, the hoods and the doors
were fit in the shape of the body with lots of work.
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Lots of inner spaces could not be conserved or water could not evacuate,
so many holes had to be added.
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The boxes of the airintake under the windshield were completly replaced
and got bigger hoses for the waterevacuation.
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All the inner spaces were conserved with RLS from Ovatrol, thats a
fluid like very thin oil, that reaches every small gap.
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The chassis was painted with Blacky Chassislack from Ovatrol.
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The main-cylinder of the brake and the brake-pistons of the frontbrake
were repaired, the rest of the brake became new.
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The engine only had to be checked and got new elektric components.
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The instrumentpanel and the konsols were covered with black leather
because they were destroyed by sun.
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The inner part of the instrumentpanel with the speedo etc. was covered
with brown leather, to avoid plastic-look.
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All the rest of the interior trim was cleaned and checked.
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The electric had been "repared" very chaotic and had be checked complete.
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The red stripes on the outside trim were replaced.
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The bumpers now are made of fibreglas. Therefore the unstable and damaged
originals were mounted on the body. A negativ-form then was made on the
car. In this negative-form, the new bumpers were made.
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The blowermotor of the fresh-air-intake got new bronze-bearings.
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The rear-light-boxes were repared and got new bulb-fixtures.
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The damaged roof- and window-trims were replaced by plastic-trims.
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Lots of the seals were replaced.
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..... and lots of other points.
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Last year I got original and new trims of the front besides the VW-logo
!
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